23. März 2026
Die weltweite Nachfrage nach stationärer Energiespeicherung nimmt weiterhin zu, vorangetrieben durch Investitionen in Technologien zur Stärkung der Netzzuverlässigkeit und Unterstützung der Energiewende. Tatsächlich wird einer Analyse von Albemarle zufolge die weltweite Produktion von Energiespeichersystemen in 2026 voraussichtlich um 25 bis 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen, was die zunehmende Bedeutung dieser Technologie im zukünftigen Energiesystem unterstreicht.
Die steigende Stromnachfrage wird durch mehrere zusammenkommende Trends angetrieben, besonders durch die anhaltende Expansion von künstlicher Intelligenz und Rechenzentren.
„Das Wachstum der KI beschleunigt sich weiterhin“, sagte Hiroyuki Taki, Business Developer bei Albemarle. „Rechenzentren benötigen viel mehr Strom als die vorherigen digitalen Systeme und diese Bedarf nimmt zu.“
Im Gegensatz zu früheren Rechnerumgebungen, die auf kleinere, verteilte Server angewiesen waren, arbeitet die gegenwärtige Cloud- und KI-Infrastruktur in groß angelegten Einrichtungen mit Hochleistungsgeräten die kontinuierlich laufen und erhebliche Kühlung benötigen. Daher gehören Rechenzentren zu den energieintensivsten Gebäudetypen. Nach Angaben des US-Energieministeriums können Rechenzentren pro Nutzfläche 10- bis 50-mal mehr Strom verbrauchen als ein typisches gewerbliches Bürogebäude.
Und im Gegensatz zu Kraftwerken, die Strom konstant generieren, benötigen Rechenzentren und andere Großverbraucher zu bestimmten Zeiten erhebliche Strommengen. Aufgrund dieses Ungleichgewichts ist Energiespeicherung unerlässlich.
„Die Stromnachfrage ist nicht konstant“, sagte Hiroyuki Taki. „Zu bestimmten Zeiten werden enorme Mengen an Strom benötigt und die Kraftwerke können diesen Zeitpunkt nicht immer kontrollieren. Batterien tragen dazu bei, Energie zu speichern und sie bei Bedarf bereitzustellen.“
Batterien können Kapazität in Spitzenzeiten bereitstellen und die Belastung des Stromnetzes reduzieren. Das verhindert Ausfälle und zögert die Notwendigkeit einer Modernisierung der Netzinfrastruktur wie Stromleitungen und Kraftwerke. Sie sind zurzeit außerdem die einzige Form von Energiespeicherung, die im gleichen Zeitraum wie Rechenzentren installiert werden kann und daher für das Wachstum von KI unerlässlich.


